Thema: Vorstellung Brauanlage 30L Ausschlagmenge

Forum: Brauanlagen-Selbstbau

Autor: Arco-Fan


Arco-Fan - 14/2/2009 um 13:40

Hallo!


[Editiert am 26/6/2010 um 16:36 von Arco-Fan]

alexbrand - 14/2/2009 um 13:50

Boahr, ey..... ;)

Ich bin vorerst sprachlos... melde mich später wieder mit meinen Fragen! :-)

Danke für den tollen Beitrag!


Gruß,

Alex

malzkeimpunktde - 14/2/2009 um 13:51

Tolle Anlage! Die macht echt was her!
Viel Erfolg beim Brauen!

Berliner - 14/2/2009 um 13:51

Alle Achtung, tolle Anlage! :thumbup:
Ich bin leider ein metallverarbeitungsmäßiger Idiot, sowas würde ich nie hinbekommen ;(
Wie lange hast Du denn an der Anlage gebaut ?

Enjar - 14/2/2009 um 14:11

Hallo Arco Fan,

wow! Wunderschöne Anlage. Vielen Dank für die schönen Bilder mit den Erklärungen.

mfg Beny

ArminK57 - 14/2/2009 um 14:34

Sehr schöne Arbeit ! Wunderbar.
Endlich hab ich eine Vorstellung wie ich die bezahlbaren Kühler in ein semiprofessionelles Gewand stecken kann.
Sind die Milchverschraubungen auf dem Kühler als Adapter von 1/2"->DN40 ausgeführt oder hast du die aufgeschweisst?
Nochmals großen Respekt.

Armin

Beer-Dog - 14/2/2009 um 14:37

Hallo Arco-Fan

Macht einen professionellen Eindruck, :o wow (neid).
Leider fehlt mir der nötige Platz für so etwas schönes.

Was machst Du denn mit dem aufgewärmten Kühlwasser (Youtube Video)?
Brauchst Du das zum Reinigen?

Gruss
Beer-Dog

tauroplu - 14/2/2009 um 15:42

Hi, Arco...





Einfach nur Toll, Toll, Toll!!!

Mögen alle Deine Sude damit gelingen!

Greets
Michael

jules 100 - 14/2/2009 um 16:17

Hallo,
sag mal wie viel hat dich denn dieses schmuckstück gekostet?

ZeroDome - 14/2/2009 um 17:02

Wow! Super Teil, sieht echt gut aus :o
Wielang hast du daran gearbeitet?


:thumbup:

lg Dominic

cptdarkside - 14/2/2009 um 19:15

Wow das sieht ja aus wie in einer richtigen Brauerei. Hat sicher ne Menge Hirnschmalz gekostet :D

ZeroDome - 14/2/2009 um 19:33

Noch was zum Verständnis:

Das Nachgusswasser: Das kommt aus der LEitung, läuft durch den Durchlauferhitzer und kommt dann in den Läuterbottisch?
Kein extra Behälter dafür ist schon ne praktische Sache, je weniger desto besser.

ZeroDome - 14/2/2009 um 20:57


Zitat von Arco-Fan, am 14/2/2009 um 20:10

Zitat von ZeroDome, am 14/2/2009 um 19:33
Noch was zum Verständnis:

Das Nachgusswasser: Das kommt aus der LEitung, läuft durch den Durchlauferhitzer und kommt dann in den Läuterbottisch?
Kein extra Behälter dafür ist schon ne praktische Sache, je weniger desto besser.


Ohh da hab ich was falsch erklärt...
Der Läuterbottich hat einen Durchmesser von 340mm und eine Höhe von 300mm. Um den Läuterbottich herum hab ich einen zweiten Behälter gebaut mit 450mm Durchmesser. Das ist der Heisswassertank für die Nachgüsse! Der Durchlauferhitzer sitzt unterhalb und durch reine Physik zirkuliert das Wasser beim Aufheizen. Durch das Heißwasser im Heißwassertank wird auch die Maische im Läuterbottich auf Temperatur gehalten........

Besser so?

Grüße!


In der Tat, die Lösung ist, muss ich ganz ehrlich zugeben, irgendwie ziemlich genial...sprachlos

lebenshofbier - 14/2/2009 um 22:45

Hallo Arco Fan!!

Erstmal gratuliere ich dir zu deiner tollen Anlage die du da gebaut hast. Ich bin selber gerade dabei mir eine Brauanlage zu bauen und hoffe auch einmal so ein tolles Ergebnis wie du präsentieren zu können!!
Was mich besonders interessiert ist die Steuerung. Bin auch gerade in Kontakt mit dem Herrn Schranner bezüglich dieser Steuerung. Wie hast du das gemacht mit deiner Steuerung im Schaltschrank? Hast du diese selbst eingebaut? Wie bist du den damit zufrieden? Hast du auch einen Drehschütz eingebaut oder fährst du deine Anlage mit 220V??

Herzlichen Dank im Voraus für deine Auskunft!!

lg Matthias

Erlenmeyer - 15/2/2009 um 10:24

... 90% des Brauens beobachte ich über Fernwartung mit meinem zweiten PC im Wohnzimmer!

Hi Arco-Fan,

irgendwas habe ich in meinem Brauerleben bisher falsch gemacht. An den Verbesserungen arbeite ich ab sofort.

Insgesamt eine blitzsaubere Anlage. Gäbe es eine Anlagen-Top-Ten hier im Forum, Du hättest einen Platz auf dem Treppchen.

Laß´ weiter von Dir hören !

Grüße

Erlenmeyer

alexbrand - 15/2/2009 um 11:04


Zitat von Erlenmeyer, am 15/2/2009 um 10:24
Gäbe es eine Anlagen-Top-Ten hier im Forum, Du hättest einen Platz auf dem Treppchen.


Das wäre auf jeden Fall eine Anlage für das Brewhalla! Wie kommt 'man' da eigentlich herein?

Gruß,

Alex


[Editiert am 15/2/2009 um 11:04 von alexbrand]

Erlenmeyer - 15/2/2009 um 11:57

... aaauuuuuaaaaaaa ! Was für Konstruktionen, stellenweise tuts´ arg weh.***

Wir müssten für Arco-Fan eine eigene Homebrew-Seventh-Heaven-Seite einrichten, und jeder der da rein will, muß ihn toppen - er wäre sozusagen Referenzklasse.

Was haltet ihr davon ?

Grüße

Erlenmeyer

***bezieht sich auf einige sehr wilde Konstruktionen bei "brewhalla"


[Editiert am 15/2/2009 um 13:24 von Erlenmeyer]

Samba und Bier - 16/2/2009 um 15:29

Hallo Arco-Fan,

bin erst heute morgen auf Deinen Beitrag gestossen.

da hast Du eine ganz tolle Anlage gebastelt :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Wunderschön und vor allem praktisch vom Handling.

Ich wünsche Dir nun viele leckere Ergebmisse mit diesem Prachtstück.

Grüsse Thomas

jules 100 - 28/2/2009 um 13:24

Hallo,
sei vorsichtig,, weilö sonst steh ich vor der tür und hole deine brauanlage.. :D mensch die ist ja top.. das licht ist praktisch.. ch nehme eine 2 euro led Lampe und leuchte dadurch hinein :D
Mfg Julian

butago2 - 28/2/2009 um 15:56

Super!!!!

Ich habe selbst einen Blechverarbeitungsbetrieb und kann nur sagen,
solche Leute braucht das Land.

lebenshofbier - 19/3/2009 um 07:57

Hallo Arcor Fan!!

Von wo hast du den die Edelstahlverschraubungen her?? Sind die Rohre in der Dimension 20mm?? Bei uns gibt es nur 40mm Verschraubungen. ev. könntest du mir ja einen Tipp geben!!

lg Matthias

bonafide - 25/3/2009 um 21:57

hallo arco-fan,

muß auch sagen eine traumhafte anlage!!
mir sind beinahe die augen ausgefallen.

ne frage, hab das video von der mühle noch nicht gesehen,
ist das ein scheibenwischer motor an der walze??

allzeit gut sud

tobi

Enjar - 8/4/2009 um 14:59

Hallo Arco-Fan,

in einem anderen Thread wird ja gerade diskutiert, wie die Malzmühle mit 12V angetrieben wird. Wie hast du das gelöst? Autobatterie? Spezielles Netzteil?

Würde mich brennend interessieren und hoffentlich vor einer Fehlinvestition retten ;)

Vielen Dank für deine Hilfe.

mfg

Beny

tauroplu - 8/4/2009 um 15:39

Hi, Beny,

ich betreibe für mein kleines Einkocher Rührwerk einen Pollin Motor an einem älteren Autobatterieladegerät: 12V/12A, das geht super.

Gruß
Michael

Koe1l4e - 8/4/2009 um 19:34

Nabend,
also die ist ja echt der Hammer. Wenn ich hier so im Forum lese, ihr wisst immer von allem Bescheid. Ob es Biologie ist oder die Technik, seit ihr irgendwie alle Ingenieure oder Professoren? Also ich glaube ein einfacher Arbeiter hat davon überhaupt keine Ahnung und sich das alles beizubringen ist eine ordentliche Stange. Ich muss schon sagen, ihr seid echt Profis, in allen Gebieten :o

Arco-Fan - 8/4/2009 um 19:52

....


[Editiert am 17/11/2009 um 17:54 von Arco-Fan]

Samba und Bier - 5/5/2009 um 13:28

Hallo Arco-Fan,

so nun bin ich mal dran:
Ganz hervorragende Arbeit, Deine Anlage, ich werde neidisch :thumbup: :thumbup:

Bei mir steht momentan der Bau meiner eigenen 60L-Anlage an.
Ich habe mir auch einige Gedanken bezüglich der Gärtank-Kühlung und einem Leitungswasserwärmetauscher gemacht.

Bezüglich der Gärtank-Kühlung bin ich auf die gleiche Lösung wie Du gekommen.
Habe dazu ein paar Fragen:
Ich werde 2 60L-ZKGs verwenden, deren Kühlung ich der Einfachheit halber in Reihe schalten möchte:
Der Sensor wird dann im zweiten Gärtank untergebracht sein, um sicher zu gehen, dass der dann die max. Temperatur hat.
Ich mache OG-Bier, die Würze wird 20° haben, wenn ich die Hefe hinzugebe, jedoch wirds tagsüber auf unserer Terasse sehr warm (25°, manchmal 30°C). Ich habe vor, Eiswasser durch die Spiralen zu pumpen und eine Ïsolierung aussen an der Tankwand anzubringen.

Deine Kühl-Spirale hat nur wenige Windungen, reicht das aus?
wie sind da Deine Erfahrungen?

Zur Würzekühlung:
Unser Leitungswasser hat etwa 25°C. Da möchte ich vor den Platten-WT einen Leitungswasser-WT schalten (Edelstahl-Spirale in Eiswasser-Bad), um das Leitungswasser auf ca. 18°C zu bringen.
Das dürfte gut funktionieren, denke ich.

Gruss Thomas

Arco-Fan - 5/5/2009 um 18:14

Hallo!


[Editiert am 17/11/2009 um 17:55 von Arco-Fan]

Samba und Bier - 5/5/2009 um 19:14

Hallo.

vielen Dank für die hilfreichen Antworten.
Der Begleitkühler ist nicht gerade billig und hier unten in Brazil ist sowas unbezahlbar.
Ich werde in Betracht ziehen, meine Chopeira de Gelo (Eiswasser-Zapfanlage)
dafür einzusetzen, in Verbindung mit einer Aquariumpumpe (damit habe ich schonmal einwandfrei
Eiswasser gepumpt). Regler und Sensor habe ich bereits.

Gruss Thomas

Arco-Fan - 5/5/2009 um 19:22

Grüße!


[Editiert am 17/11/2009 um 17:55 von Arco-Fan]

hensen - 6/5/2009 um 20:38

Moin,

ich habe auch noch mal zwei Fragen zu Deiner Anlage und hoffe Du kannst mir weiterhelfen.

1. Du schreibst, dass Du eine selbstgebaute Heizspirale für die Maischepfanne verwendest. Gibt es dafür so etwas wie Rohlinge bzw. kannst Du mir sagen, wer so etwas herstellt?

2. Die Heizspirale ist ja außerhalb der Maischepfanne installiert. Wie erfolgt die Wärmeübertragung zum Pfannenboden? Einfach "per Luft" oder verwendest Glycerin bzw. etwas ähnliches als Leitmedium? Wenn nur "per Luft", wird dann der angeschraubte Boden nicht ziemlich heiß?

Gruß Henning

Arco-Fan - 6/5/2009 um 21:03

Hallo!


[Editiert am 17/11/2009 um 17:55 von Arco-Fan]

hensen - 7/5/2009 um 09:38

Moin Moin,

Danke für die Info. Das hilft mir erstmal weiter!

Jevers Zeuge - 8/5/2009 um 00:06

moin,
spannender als all die technischen details fände ich ja die frage, ob das high-tech-gebraute bier denn auch besser schmeckt als der klassische kochtopf-sud.
prost
jevers zeuge

Steinbrauer - 8/5/2009 um 03:26


Zitat:
spannender als all die technischen details fände ich ja die frage, ob das high-tech-gebraute bier denn auch besser schmeckt als der klassische kochtopf-sud.

Eine interessante, aber kaum zu beantwortende Frage, weil eine entsprechende Verkostung nie objektiv ist. Einen Vergleich mal anzustellen wäre aber trotzdem eine spannende Sache.

Grüße
Wolfgang

Samba und Bier - 8/5/2009 um 13:16

Hallo,

Beim Einsatz moderner Technik geht es mehr darum, zum einen das Handling zu vereinfachen und zum anderen eine Möglichkeit zu schaffen, das Bier möglichst wiederholgenau zu produzieren.
Man kann grundsätzlich mit verschiedenen Anlagen-Konzepten, also technisch modern ("High-Tech")
oder weniger modern die gleiche Qualität erzielen. Wichtig ist hauptsächlich die Hygiene.

Für meinen Fall:
Die angesprochenen Eiswasser-Wärmetauscher sind z.B. eine Notwendigkeit bei unseren klimatischen Bedingungen hier in Brasilien, um die Voraussetzungen für das Erreichen der Qualität zu schaffen.
Was meine Automatisierung betrifft: Dies ist schon eine kleine Spinnerei ;)

Gruss Thomas

Arco-Fan - 8/5/2009 um 15:29

Hallo!


[Editiert am 17/11/2009 um 17:56 von Arco-Fan]

Erlenmeyer - 8/5/2009 um 17:58

Hi,

absolut einer Meinung mit Euch ! Denn in der Reproduzierbarkeit einer gleichbleibenden Qualität unserer Sude ist der größte Hund begraben.

Das doch ziemlich exakte Einhalten der Gärtemperatur stellt für fast alle Hobbybrauer ein großes Problem dar. Die meisten von uns brauen nicht viel moderner als Luthers Katrin, auch wenn der PC alles steuert : Im Winter untergärig und im Sommer ... na ja, schaun ma mal, was rauskommt. Ist der Sommer heiß, wird der Fruchtkorb im Weizen "gigantisch", kommen die Eisheiligen just in der Gärphase vorbei, schmeckt der gleiche Sud eher nach einem mißglückten Kölsch.

Die Frage nach der exakten, temperaturgeführten Gärung wurde m.M. hier im Forum allenfalls andiskutiert, aber nie zu einem wesentlichen Punkt erklärt, was die reprozierbare Qualität betrifft.

Ziemlich trocken das ganze, irgendwo steht doch noch das Pils mit dem total schrägen Geschmacksprofil, nur weil der blöde Januar viel zu warm war ... schönes Wochenende !

Erlenmeyer

tauroplu - 8/5/2009 um 19:23

Hallo, Hans,

nun, eine gleichbleibende Gärtemperatur außerhalb eines steuerbaren Kühlis ist tatsächlich mehr oder weniger Glückssache.
Aber eine Möglichkeit, trotzdem eine gleichbleibende Geschmackqualität zu produzieren (unter Umgehung von Fruchtkörben, Esterbieren usw.) ist, eine entsprechende Hefe zu wählen.
Ich habe sowohl Flüssighefen (Wyeast) als auch Trockenhefen bei gleicher Schüttung aber mit unterschiedlichen Temperaturen getestet. Selbst die 1084, die laut Wyeast ab ca. 20°C einen bedeutenden Anstieg der Esterproduktion prophezeit, hat dies nicht getan. Die Biere schmeckten bei knapp 20°C einerseits und bei gut 23°C andererseits vergoren absolut gleich (guuuuut).
Die 1056 (Wyeast), die US-05 (Fermentis) und allen voran die Nottingham (Danstar) Hefen produzieren gleichbleibende Qualitäten im Bereich von 18°C - 24°C! So ist zumindest meine bisherige Erfahrung. Auch die 1007 (Wyeast) ist relativ unempfindlich gegenüber höheren Temperaturen und produziert ziemlich ähnliche Geschmackseigenschaften.
Zu Weizenbierhefen kann ich allerdings nichts sagen, die mögen durchaus empfindlicher sein, ähnlich empfindlich wie die Zwitterhefe 2112 (Wyeast), die laut Beschreibung im unteren Temp.-bereich lagerähnliche Biere produzieren soll. Bei mir hat die bei knapp 17°C einen wahren Fruchtkorb mit leichten Säureanklängen hervorgebracht.

Verzeiht mir die Wiederholungen aber: mit der Nottingham Hefe z.B. kann man ganzjährig Biere mit untergärigem Geschmacksprofil brauen (nein, ich bekomme keine Tantiemen von Danstar für diese Empfehlung... :)

Gärige Grüße
Michael

Biermann - 8/5/2009 um 21:43

Hallo Michael,

gilt das nur für die OG Hefen oder auch für die Pilsener?

Ich hab meinen Winter verschlafen und noch keine Pils in den vergangenen sechs Monaten gebraut und wollte das jetzt nachholen. Meine Garage kann ich recht kühl halten, so um 10-12°. Ich kann die Kegs aber auch in meine Truhe mit Temp.regler stellen und wollte die auf 9° stellen.

Was meinst Du dazu?

Alles Gute, Jörg

tauroplu - 8/5/2009 um 22:17

Hallo, Jörg,

tja, das Gesagte gilt für die OG Hefen, aber ich bin der Meinung, daß Du mit der Nottingham eigentlich ein recht gutes Pils hinbekommen. Diese Hefe hatte ich bei gut 23°C vergoren, und das Bier (100% MÜM) hat absolut neutral geschmeckt, und glaube mir, ich habe (noch) empfindliche Geschmacksnerven. Mit verschlossenen Augen hätte ich auf ein UG getippt...

Viele Grüße
Michael

Jevers Zeuge - 9/5/2009 um 00:28

moin,
arco schrieb "Besonders wichtig für mich ist die genaue Steuerung der Gärtemperatur, und damit meine ich nicht die Raumtemperatur!"
aber all der schnickschnack an deiner anlage, der das brauen leichter macht und zugegebenermaßen schick und bequem ist, hat doch aber mit dem gärprozess gar nix zu tun.
ich vertrete anscheinend auch eine andere philosophie. wenn ich alle vier oder sechs wochen braue - muss ich da ne rühranlage haben, die mir maximal zwei stunden arbeit abnimmt?
ich genieße es, meinen sud mit dem großen holzlöffel zu rühren. schließlich will ich brauen und nicht knöpfchen drücken - das mach ich eh den ganzen tag. mangelnde wiederholbarkeit? das macht doch gerade einen teil des reizes beim selbstbrauen aus. jeder sud ist anders. wenn ich was zu essen koche, stehe ich ja auch nicht mit digitalwaage und rührwerk in der küche, konnte bislang aber keine klagen vernehmen, dass z. b. die bolognese-sauce (standardgericht mit kind - bestimmt schon 100 mal gekocht) jedes mal leicht anders schmeckt.
das thema selbstbrauen ist auch viel zu interessant, als dass ich es drauf anlegen würde, immer genau das gleiche bier brauen zu wollen.
prost
jevers zeuge


[Editiert am 9/5/2009 um 00:28 von Jevers Zeuge]

Erlenmeyer - 9/5/2009 um 08:41

Hi,

@ JZ : Du bist ein Genußbrauer und kein RS32-Schnittstellenfreak mit Lötkolben im Anschlag. Das ist auch gut so. Nur - wenn Du eine gewisse Anzahl Sude in Deinem Erfahrungsspeicher abgelegt hast, dann stellst du fest, daß dieses und jenes Bier besonders gut war und ein anderer Sud zumindest geschmacklich daneben ging und dieser in dieser Form nicht wiederholt wird.

Eine gute Protokollierung vorausgesetzt, versuche ich nun einen Top-Ten-Sud zu wiederholen und es wachsen mir Hörner, wenn alles funzt, nur die Gärführung geht aufgrund von mir nicht zu beeinflussender Faktoren daneben - und das Ergebnis dann auch.

Keine Frage, es macht Spaß, neue Wege zu beschreiten. Dann ist meine Erwartung auf entsprechend niedrigem Level bzw. ich kann nur positiv überrascht werden, siehe mein Weizenbierexperiment mit fast 100% WeiMa-Schüttung.

@Michael : Dein Plädoyer für die Nottingham ist überzeugend. Sie steht seit drei Wochen auf meinem Einkaufszettel. Da man sie nur bei Deinem "Lieblingsdealer" bekommt, muß ich noch ein wenig warten, bis eine ordentliche Bestellung zusammen kommt.

Ach übrigens : In der Kaltreifung habe ich z.Z. ein Pils mit der WLP Mexican Lager. Werde demnächst darüber berichten, da diese Hefe im Forum noch nicht bechrieben wurde.

Grüße

Erlenmeyer

grimbart - 9/5/2009 um 10:48

Gude,

es wurde ja hier auch schon oft angesprochen, daß das Hobbybrauen für viele gerade
deshalb so interessant ist weil darin sehr viele einzelne Disziplinen zu finden sind
(Elektrik, Physik, Chemie, Mechanik, Schlosserei, Gärtnerei …) und sich diese, je nach
persönlichem Geschick, Phantasie und techn. Ausstattung auch in der Brautätigkeit
widerspiegeln.
Die Anlage von Arco-Fan dürfte also eine Referenz für all diejenigen sein, die beim Brauen
den Schwerpunkt auf die Produktionstechnik gelegt haben und über einen entsprechend
großen Hobbybastler-Maschinenpark verfügen.
Wie schon erwähnt wurde steigt mit dem Grad der Mechanisierung auch die Wiederholbarkeit,
die, wie ich denke, für viele ein Kriterium ist dem Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte.
Die meisten werden wohl ein sehr gut gelungenes Bier im Bedarfsfall auch möglichst genauso
wieder herstellen wollen.
Durch Zufälle beeinflußte oder nur bedingt kontrollierte Sude sind lehrreich, interessant
und können die Vielfalt vergrößern. Dadurch erworbene Erfahrungen können helfen Fehler zu
vermeiden bzw. positive Einflüsse zu erkennen und nutzbar zu machen.
Auch hängt die Verwendung von technischen Hilfsmitteln mit der Sudgröße zusammen.
Um so größer die Sude um so mehr Technik wird man verwenden müssen.

Grüße
Christopher

tauroplu - 9/5/2009 um 11:05

@Jeverszeuge:
Ich war voll und ganz Deiner Meinung (bin es eigentlich immer noch) bis zu dem Zeitpunkt als mir - trotz heftigsten Rührens mit einem Monster Holzlöffen (ich liebe dieses Teil!) - immer wieder die Maische angebrannt ist. Das hatte zur Folge, daß die Sicherung herausflog, also - für mich zumindest - Stress pur. Also entschloss ich mich ein Rührwerk zu Hilfe zu nehmen. Seitdem ich das einsetze ist selbst bei dickeren Pampen nix mehr angebrannt.

Ok, obwohl ich das handwerkliche Brauen mit der Temperaturkontrolle auch liebe, habe ich zusätzlich eine kleine Brausteuerung im Einsatz. Aber mehr aus den Erwägungen heraus, daß ich mit Frau und 2 Kindern in einem Haushalt lebe und es da immer viel nebenbei noch zu erledigen gibt. Da ist solch eine Brausteuerung, die ich einfach während des gesamten Maischprozesses bis zum Ende durchlaufen lassen kann, sehr, sehr hilfreich. Die Zeit kann ich dann nutzen, um das Essen zu machen, Besorgungen, Einkäufe oder die Kinder zum Fussball etc. zu bringen (ich braue immer dann, wenn meine Frau am WE arbeitet).

Viele Grüße
Michael


[Editiert am 9/5/2009 um 11:06 von tauroplu]

Arco-Fan - 9/5/2009 um 11:09

Hallo


[Editiert am 17/11/2009 um 17:56 von Arco-Fan]

Jevers Zeuge - 13/5/2009 um 23:37

moin arco,
dein argument mit der gärung kann ich gut achvollziehen. es ist mir hier und auch bei gesprächen aufgefallen, dass viel aufwnd getrieben wird, was den brauprozess angeht. und anschließend gehts (nach sechs bis acht stunden mehr oder weniger harter arbeit) oftmals weiter mit "hefe rein und gut". dabei ist doch gerade der teil der interessanteste und mindestens ebenso wichtig wie der brauprozess. der brauer macht den sud, die hefe das bier. insofern ist mein eindruck, dass dieser teil von vielen vernachlässigt wird. auch hier bleibe ich allerdings im rahmen meiner möglichkeiten: meine brauanlage besteht aus einem 50-l-topf und diversen eimern, einer als panzerschlauch-läuterbottich. meine gäranlage besteht aus einem kühlschrank und einem digitalthermometer.
allerdings stehe ich ja auch noch recht am anfang. ich hab also selbst noch keine ahnung, ob hier in zehn jahren noch ein kochtopf steht oder eine vollautomatische 500-l-anlage...
zumindest ist ein bekannter von mir genau diesen weg gegangen und hat sich seinen lebenstraum erfüllt: nach jahrelangem kochtopfbrauen hat er nun sein hobby zum beruf gemacht. www.groenwohlder.de
für mich hat allerdings das testen nach wie vor einen höheren stellenwert als das selbstbrauen (s. www.biertest-online.de und www.braupaul.de)
prost
jevers zeuge

Biermann - 14/5/2009 um 01:11

Hallo JZ,

das ist ja gerade das schöne and unserer Freiheit, jeder kann's machen wie er will und das bei mir hier noch mehr wie bei Euch, keine Anmeldung beim Zoll oder so was.

Wenn Du dir Blasen vom Rühren holen willst bitte schön, wenn ein anderer das vom Liegestuhl aus ohne aufzustehen mit PC-mundgeführter Bierflasche machen will ist das auch gut, brauchst Du ja nicht runter machen.

Jedem das Seine.

Jörg

Berliner - 14/5/2009 um 11:49


Zitat von "Jevers Zeuge"
...weiter mit "hefe rein und gut". dabei ist doch gerade der teil der interessanteste und mindestens ebenso wichtig wie der brauprozess. der brauer macht den sud, die hefe das bier. insofern ist mein eindruck, dass dieser teil von vielen vernachlässigt wird


Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht solltest Du z.B. die Diskussionen über Trockenhefen, Lambic-Brauen etc. p.p. einfach etwas aufmerksamer lesen.

Dieses Thema kommt von : Hobbybrauer.de - Bier brauen, Selbstbrauen, Hausbrauen und Heimbrauen
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